Gib nicht auf!

Zurzeit lese ich das neue Buch von Samuel Koch mit dem Titel “Rollevorwärts“. Genau, der junge Mann, der  2010 bei „Wetten, dass“  schwer gestürzt ist. Er hat beim Überspringen eines Autos mit Sprungstelzen  eine Querschnittslähmung erlitten.

In seinem ersten Buch “Zweites Leben“ beschreibt er, wie seine Zeit im Anschluss an den Unfall verlaufen ist. Heute ist er ein Tetraplegiker, d.h. er ist von dem Hals abwärts gelähmt.

Was ist so faszinierend an ihm? Samuel Koch beschreibt in seinem aktuellen Buch, wie er es geschafft hat, trotz eines völlig neuen Lebens mit schwerster Behinderung seinen Lebensalltag zu meistern. Vor seinem Unfall studierte er bereits.  Er hat sein Schaulspielstudium nach seiner „Genesung“  trotz Rollstuhl beendet und bereits in mehreren Filmrollen bzw. am Theater geschauspielert.

Er ist immer jemand, der positiv an eine Sache herangeht. Er kennt kaum Sachen, die nicht lösbar sind, er weiß, dass Freundschaft und Familie unersetzlich  sind.

Dies alles in einer Situation, wo er täglich abhängig ist von seinen Assistentinnen und Pflegern, ohne die er seinen Alltag nicht bestreiten kann.

Sein Glaube an Gott ist der Kernpunkt in seinem Leben, der ihn bisher in guten wie in schlechten Zeiten durchgetragen hat.

Was trägt dich?

Für mich ist der Glaube an den Dreieinigen Gott ebenfalls tragfähig. Auch ich habe Zeiten erlebt, wo ich am Boden lag und nicht wusste, wie es weitergeht, es waren nicht Momente ausgelöst durch einen Unfall wie bei Samuel Koch, sondern durch persönliche Probleme in Ausbildung und Ehe.

Wenn man einmal am Boden liegt, dann ist es ein langer Weg, um sich wieder aufzurichten. Dank der Hilfe von Ehefrau, Familie, Freunden und Fürbitte der Schwestern und Brüder  konnte ich wieder meinen Glauben als tragfähig erleben und meinen Alltag in den Griff bekommen.

Das Leben ist nicht ein ständig positiv verlaufender Prozess im Hinblick auf Gesundheit, Erfolg und Anerkennung. Der Glaube ist dafür auch keine Garantie, aber die Beziehung zu Gott will dich und mich als Orientierung und Anker auch  in schwierigen Phasen begleiten. Die Bibel bringt dies in einem Psalm sehr prägnant auf den Punkt:

Psalm 23
Der HERR ist mein Hirte,
mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue
und führet mich zum frischen Wasser.

Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße
um seines Namens willen.

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,
fürchte ich kein Unglück;
denn du bist bei mir,
dein Stecken und Stab trösten mich.          Uli Klemp